träumen


gräserstimmen stellen sich
vor, im ohr
 
winterblau
weitet sich
schläft einen schlaf


ganz weiß
wie schnee





und immer ein anderes
löst sich aus

ach, heile welt
die du bist

dein wind
im schatten

keines zu gleichen





manchmal dann

hast nachts du spitze ohren
wirst nachts du
mit geweiteten augen
geboren
mit sachten
füßen
einen bittersüßen
mund





still und leise


durch die schwarzgeflügelte nacht
streunen meine augen, scheinbarer
sterne gehörig

immer zu bleiben
ort und stelle

die weiß: ich liebte

die zeit aus der uhr
spätes licht 

schmiegte dich 
zum abschied an 
die kühle wand

noch einmal

. fragend
nach der stille




alles an dir


schläft in die veränderlich beengten räume. das gebündelte
licht, in stützhölzer geschlagen (zu keinem
anderen ort).

immer die knoten. die
einen, und anderen. am laufenden
band. die sich aufmachen unter den fenstern.

und immer ein glückswurf. vom reden, das
was sich aufs spiel setzt, bis vor die hunde.

brennt etwas unter den nägeln
mit köpfen, gegen den wind.




auf und davon


da liegt schon
dieser Abend
im Sterben
möglich, dass
gerade er in jenen Momenten
alle Gedanken verdrängt
das Ich und Ich
und Sein
und du
längst Gewohnheit geworden
unabkömmlich zur Stund und Zeit
bist mir vor den eigenen Augen
verschwunden - Leben
atmend
aus dem Fenster geklettert
schräg über unseren Dach
in den Schein der Sterne




Blatt um Blatt
 
Weil ein Schlaf mich mit
deinen Augen zudeckt, dass
das Lied nicht mehr weiß.




dem ende zugedacht

ich saß zum meer
wie dunkle nacht
dem nichtgesagtem, und

habe dem ende zugedacht
aufgeschaut zu dingen
die sich im raunen trauten
noch und sich um fesseln
legten wie samtne schlingen
aus wein und tränen
als gäbe es nur ein zurückkommen
es-ausgraben und sich-entsinnen

ein sich und in sich schwingen
der kleider stumme ewigkeiten
am rande nur
im schönsten willenlosen spiel





in die tief versunknen lieder.


dornig war das vöglein wunder, die kehle bald schon im gedichtlein saß
und gerede, sonngeflunker in des frühlings silben las


in das frisch getaute bächlein sorgen, gegen das kein kräutlein wuchs
plätscherte leise korn und triebe - kein schnee begrub´s


nicht windes seichtes woben, der in die abendweiden
band ein sternenhemd samt sieben brotpapierne seiten


in das sie schlugen knopf und kuss und land
das sich in tiefen gruben fand


am ende niemals wieder – doch es muss
noch immer muss, in die tief versunknen lieder.


 




 


 


 



 


 


 



 














 

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