

Australian Open
|


|
Australian Open |

|

|
1905 wurde das Turnier zum ersten Mal ausgetragen. Seit 1922 dürfen auch Frauen antreten. Nicht-Australier sind seit 1969 dabei. Zunächst noch mit wechselnden Austragungsorten. Nach Sydney, Adelaide, Brisbane, Perth und zwei Austragungen in Neuseeland folgte 1972 der Umzug nach Melbourne. In Melbourne wurde bis 1987 im Kooyong-Stadion auf Gras gespielt, bis das National Tenniscenter im Flinders Park (seit 1997 Melbourne Park) fertiggestellt wurde. Seitdem findet das Turnier auch nicht mehr Ende November sondern in der zweiten Januarwoche eines jeden Jahres statt. So kommt es auch, dass es 1986 keine Austragung gab. Derzeit wird auf sogenannten Rebound Ace-Courts (gefederter, kunststoffbeschichteter Hartplatz) gespielt. Die mobile Dachkonstruktion der Rod Laver Arena, die es seit 1988 gibt, lässt sich innerhalb von 30 Minuten schließen. Die im Jahr 2001 eingeweihte Vodafone Arena (Kosten: 41 Mio. €) hat ebenfalls ein Dach. Dieses lässt sich bereits nach 15 Min. schließen.
Im Jahr 1986 wurde das Turnier nicht ausgetragen, weil man den Termin der Veranstaltung mit dem Masters tauschte. Statt wie bisher in der letzten Novemberwoche zu starten, begannen die Open ab 1987 in der zweiten Januarwoche.
Boris Becker hält bis heute einen Rekord: 1991 lieferte er sich mit dem Italiener Omar Camporese in 311 Min. das längste Match der Turniergeschichte. Becker gewann dennoch mit 7:6, 7:6, 0:6, 4:6 und 14:12.
Grand-Slam Rekord für den längsten 5. Satz in der Geschichte, gemessen an der Zahl der Spiele, hält die Begegnung Andy Roddick (USA) gegen Younes El Aynaoui (Marokko). Roddick gewann mit 21:19. Dieser Satz dauerte 2:23 Std. und es wurden insgesamt 484 Punkte ausgespielt.
Der Australier Kenneth Robert „Ken“ Rosewall schrieb Australian Open-Geschichte, da er das Turnier bei seinem vierten Triumph 1972 – 19 Jahre nach seinem 1. Titel – verewigte er sich mit 37 Jahren und 62 Tagen als ältester Sieger aller Zeiten. 1953 war er mit 18 Jahren und 2 Monaten bereits jüngster Sieger des Turniers geworden – und ist es bis heute.
Den Rekord als jüngste Siegerin hält die Schweizerin Martina Hingis. Als sie 1997 die Französin Mary Pierce besiegen konnte, war sie 16 Jahre, 3 Monate und 26 Tage alt. Damit ist sie die jüngste Grand-Slam-Siegerin überhaupt. Hingis gewann seit 1997 auch 39 von 42 möglichen Spielen. In den Jahren 2000 bis 2002 verlor sie erst im Finale.
Die erste Disqualifikation bei einem GS-Turnier gelang dem in Wiesbaden geborenen US-Amerikaner John McEnroe. Bei den Australian Open 1990 wurde der Linkshänder beim Stand von 1:6, 6:4, 5:7 und 4:2 wegen Einschüchterung der Linienrichterin, Schlägerwurfs und Beschimpfung des Supervisors nach Verwarnung und Punktabzug disqualifiziert. Sein Gegner war übrigens Mikael Pernfors (SWE).
Bei über 28 Grad Celsius im Schatten, dürfen die Damen vor dem 3. Satz eine Pause von zehn Minuten einfordern. Bei über 38 Grad im Schatten werden die Spiele auf den Außenplätzen abgesagt, sofern sie noch nicht begonnen haben. Abgebrochen wird wegen zu großer Hitze nicht. In den beiden großen Arenen werden einfach die Dächer geschlossen.
Während der zwei Turnierwochen sorgen ca. 3 900 Angestellte für das Wohlergehen und die Sicherheit von Spielern und Zuschauern. Dazu gehören: 235 Ballkinder (im Alter von 12-15 Jahren), 200 Chauffeure, 300 Platzanweiser, 65 Statistiker, Servicepersonal, Anzeigetafeln-Beauftragte, Küchenangestellte sowie Wachleute.
Bei den Open werden jährlich rund 155 000 Eiscremes, 19 250 Pizzas, 50 000 Sandwiches und Baguettes, 25 000 Burger, 15 000 mal Sushi, 12 900 Portionen Nudeln, 150 000 Kaffees, 26 000 Gläser Weißwein, 60 000 Flaschen Softdrink, 110 000 Flaschen Evian Wasser, sowie 170 000 Flaschen Heineken Bier verbraucht. Diese Veranstaltung bringt der australischen Wirtschaft jährliche Einnahmen in Höhe von rund 190 Mio. AUS-$.
Häufigste Siegerin: Margaret Court-Smith (AUS, 11 Einzeltitel von 1960-'66, 1969-'71 und 1973, hinzu kommen acht Doppel- und zwei Mixedsiege)
Die Anlage: National Tennis Centre im Melbourne Park. Insgesamt wird auf 19 Courts gespielt. Zuschauerkapazität der Rod Laver Arena: 15 021, Vodafone Arena: 10 000, Margaret Court Arena: 6 000, Court No. 2: 3 000, Court No. 3: 3 000
|

|

|
 |

|
|