Impulse
konstruktiv Kritik üben

Beachten Sie Regeln, wenn Sie Ihren Kollegen, Ihren Partner, Ihren Nachbarn, Ihren Nächsten kritisieren bzw. an Ihm Kritik üben!

Negative Kritik, Meinungsverschiedenheit, Äußerung der Unzufriedenheit gegenüber dem Nächsten niemals erst öffentlich in Veranstaltungen und oder in Gruppen äußern und austragen. Eine öffentliche Kritik ohne vorherige Aussprache ist ein unnötiger persönlicher gezielter Angriff gegenüber dem Nächsten und ein Armutszeugnis menschliches Verhalten. 
  1. Kritisieren Sie Ihren Gesprächspartner nicht in Gegenwart Dritter. Ihr Gegenüber wird unnötig bloßgestellt, da die Dritten die wahren Hintergründe gar nicht kennen. Als Christ sollten Sie die Nächstenliebe leben und nicht vergessen.
  2. Suchen und führen Sie mit Ihrem Gegenüber ein persönliches und ruhiges Gespräch um das Problem zu beseitigen.
  3. Analysieren Sie vor dem Gespräch das Problem (ist man mitschuldig; hätte man das Problem selbst verhindern bzw. gar vermeiden können; ist es überhaupt ein Problem oder ist es ein Angriff wegen Neid, Hass u.s.w.)
  4. Wählen Sie einen guten zeitnahen Zeitpunkt für das persönliche Gespräch.
  5. Warten Sie nicht zu lange ab!
  6. Fassen Sie sich kurz. Erklären Sie klar und deutlich, was Sie stört.
  7. Verwenden Sie Ich-Botschaften. Dadurch fühlt sich der Andere nicht angegriffen und ist offener für eine Lösung.
  8. Beschränken Sie sich in Ihrer Kritik auf Fakten.
  9. Bleiben Sie in jeder Hinsicht sachlich. 
  10. Machen Sie keine Rundumschläge wie: "Du taugst sowieso nichts; Jeder andere macht es besser". Solch eine Kritik ist destruktiv und artet nur in Streit aus.
  11. Schlagen Sie einen Lösungsweg vor.
  12. Versuchen Sie gemeinsam das Problem in Ruhe zu beheben.
  13. Gelingt es nicht, dann ziehen Sie einen neutralen Dritten (oder Berater) hinzu.
  14. Erläutern Sie beide den Dritten Ihren Standpunkt um dann gemeinsam eine Lösung zu finden bzw. zu einem Ergebnis zu kommen.
  15. Vermeiden Sie in jedem Falle öffentliche Kritik ohne vorheriges persönliches Gespräch!
  16. Kritisieren Sie dennoch erst öffentlich, so stellen Sie wie bereits erwähnt nicht nur Ihren Kontrahenten öffentlich bloß, sondern zeigen auch Ihre große Schwäche das Miteinander gut umgehen.
  17. Bedenken Sie also vorher, was Sie bei öffentlicher Kritik ausrichten!
  18. Und wer kritisiert, sollte auch Kritik ertragen können!
Ihr Homepagebetreuer
Kreuzweg veranstaltet von den Firmlingen der 6. Klasse 2009

Der Jugendkreuzweg für Firmlinge zeigt die Nachahmung der schmerzensreichen Straße, die Jesu gehen musste. Weiter zeigt der Kreuzweg die leidende Zeit Jesu, verglichen mit der heutigen Zeit, an Hand aktueller Beispiele. Die Kinder erfahren wiederholende Geschichte und erkennen, dass der Glaube allgegenwärtig und lebendig ist. So dient der Jugendkreuzweg auch als „Gebetsbrücke“, als Brücke der Hoffnung, des Vertrauens, des Glaubens, des Vergebens und der Liebe Gottes.

Vorgehensweise:

In der Mitte des Kirchenschiffes werden 15 Kerzen in Kreuzform aufgestellt. Vor Beginn des Kreuzweges zündet ein Firmling die 15. Kerze (Mitte Kreuz) an und nach jeder Station eine weitere, so dass am Ende 15 Kerzen (für die Opfer in Winnenden) leuchten. Während des Kreuzweges zeigt der vortragende Firmling ein Holzkreuz mit dem dazugehörigen Stichwort in die Menge (z.B. VORURTEIL).  

                                              

1. STATION

Jesus wird zum Tode verurteilt!

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Wir beten dich an.

 

Firmling:                        Jesus, für uns lässt du dich ungerecht anklagen und geißeln, anspucken, verleumden, verurteilen und schlagen. Lass uns nie vergessen, dass du das für uns erduldet hast, wenn wir ungerecht beurteilt werden. Mach uns aber auch bereit, gegen das Unrecht zu kämpfen, dass so vielen Verfolgten auf der Welt getan wird. 

 

                                               Lieber Gott wir denken an alle Menschen die verleumdet, verurteilt und ausgegrenzt werden und bitten Dich:

befreie uns und verschone uns von Vorurteilen!

 

Alle:                                        Erbarme dich unser, gekreuzigter Jesus, erbarme Dich unser!

 

2. STATION

Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Wir beten dich an.

 

Firmling:                            Jesus, du trägst für uns das schwere Kreuz. Auch heute  tragen wir unser Kreuz. Kranke, Familien mit Behinderten, ältere Menschen wo Kräfte nachlassen, wo Angehörige und Bekannte gestorben sind, Arbeitslose, Alleinstehende die in der Gesellschaft isoliert sind und keine Beachtung finden und Hungersleidende auf der ganzen Welt. Besonders schwer ist es zu tragen, wenn niemand da ist, der Trost spendet oder Nähe schenkt.

 

Lieber Gott wir denken an unsere Brüder und Schwestern, die um des Glaubens willen verfolgt werden, und an alle Menschen, die in ihrem Leben schwere Lasten tragen müssen. Wir bitten Dich: gib uns deinen Trost!

 

Alle:                                        Erbarme dich unser, gekreuzigter Jesus, erbarme Dich unser!

 

3. STATION

Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz.

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Wir beten dich an.

 

Firmling:                                Jesus, die Last die du für uns trägst ist schwer, das Kreuz drückt dich nieder und du stürzt zu Boden. Trotzdem wirst du verhöhnt, verspottet, ja sogar ausgelacht. Auch wir können auf unserem Lebensweg fallen, der gelegentlich wie ein Kreuzweg sein kann. Denken wir an die Opfer von Gewalt oder an diejenigen, die keine Annerkennung finden, an Schüler, die sich besonders in der Schule plagen, an Kinder deren Familie getrennt leben. Die Welt ist voll von Beispielen.

 

                                               Lieber Gott, wir denken an alle Menschen deren Last zu groß ist und sich im Leben nicht mehr zurechtfinden.

Wir  bitten Dich: Gib den Menschen deine Kraft, so dass sie sich aus der Not befreien.

 

Alle:                                        Erbarme dich unser, gekreuzigter Jesus, erbarme Dich unser!

 

4. STATION

Jesus begegnet seiner Mutter

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Wir beten dich an.

 

Firmling:                                 Jesus, du schleppst das schwere Kreuz. Alle lassen dich im Stich und schauen nur zu, nur deine Mutter nicht. Eure Blicke begegnen sich. Ihr seht euch in die Augen und verspürt Leiden, Schmerz aber auch Vertrauen und Hoffnung. Auch wir leiden, leiden wenn sich Völker bekriegen, wenn Menschenrechte verletzt werden, wenn sich unsere Eltern nicht einig sind und anschreien und wir Kinder keine Beachtung finden, für Dumm gehalten werden selbst zu entscheiden.

 

Lieber Gott, wir bitten Dich: Steh uns bei, dass der Schmerz schnell vorübergeht; gib uns Vertrauen und Hoffnung nie alleine zu sein, hilf besonders jene Mütter, die zuschauen müssen wie ihr Kind leidet.

 

Alle:                                        Erbarme dich unser, gekreuzigter Jesus, erbarme Dich unser!

 

5. STATION

Simon hilft Jesus das Kreuz tragen

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Wir beten dich an.

 

Firmling:                                 Jesus, du bist so schwach, dass sie jemanden zwingen müssen, dir das Kreuz nachzutragen. Simon hat dir wahrscheinlich nicht gerne geholfen. Lasst uns daran denken, wenn uns jemand um Hilfe bittet und wir seine Bitte überhören oder ablehnen wollen. Lass uns über unseren Schatten springen und zur Hilfe bereit sein.

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Lieber Gott, wir bitten dich: Steh diejenigen bei, dass sie nicht zuschauen oder vorübergehen, schenke ihnen offene Augen und Ohren, damit sie erkennen, wenn es notwendig ist, anderen ihre Hilfe anzubieten und ihr Kreuz mittragen.

           

Alle:                                        Erbarme dich unser, gekreuzigter Jesus, erbarme Dich unser!                               

6. STATION

Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Wir beten dich an.

 

Firmling:                             Jesus, du trägst das Kreuz für uns. Es rinnt Blut und Schweiß von deinem Körper und all in dem Schmerz erscheint Veronika. Sie tritt ohne Angst hervor und übergibt dir ein Tuch. Vielleicht denkt sie: Du bist unschuldig, wirst gleich hingerichtet und sie kann nichts dagegen tun. Jesus, du siehst, in den schweren Stunden bist du nicht alleine. Manchmal sind es im Leben auch nur Kleinigkeiten die Freude bringen und das miteinander leichter machen. Lob, Verständnis, Rücksichtsnahme,  zuhören und nicht abwinken, hilfsbereit sein sind Zeichen der Freundlichkeit die gutes bewirken.

 

Jesus, wir bitten Dich: Lass die Zeichen der Freundlichkeit nicht schwinden, sondern bestärke uns darin.

 

Alle:                                        Erbarme dich unser, gekreuzigter Jesus, erbarme Dich unser!                               

7. STATION

Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Wir beten dich an.

 

Firmling:                                 Jesus, du bist so erschöpft und fällst zum zweiten Male auf den Boden, findest den Mut abermals aufzustehen und den Weg zu folgen, der dir bestimmt ist. Oftmals sieht der Mensch auch keinen Ausweg mehr und richtet sich selbst. Er ist mutlos, hat kein Ziel mehr, vergisst Dich und all die Anderen.

 

Lieber Gott, wir bitten Dich: Gib uns Mut, dass wir nicht wehleidig und voller Selbstmitleid sind. Du zeigst uns, dass wir uns von unseren Sorgen und Nöten nicht unterkriegen lassen sollen, du zeigst uns, dass wir immer wieder aufstehen können.

           

Alle:                                        Erbarme dich unser, gekreuzigter Jesus, erbarme Dich unser!                               

8. STATION

Jesus spricht zu den weinenden Frauen

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Wir beten dich an.

 

Firmling:                                 Jesus, auf deinen Weg begleiten dich weinende Frauen. Du siehst, die sind dir treu geblieben. Du siehst ihre Betroffenheit und doch denkst du nicht an dich sondern an deren Nöten, an deren Trauer. In deiner schweren Stunde zeigst du Mitgefühl, zeigst uns, dass wir nicht im Mittelpunkt stehen müssen, dass wir uns für unsere Tränen nicht zu schämen brauchen und dass wir auch Mitgefühl gegenüber anderen wahrnehmen sollen.

 

Lieber Gott, wir bitten Dich: Öffne uns die Augen und schenke uns Weitblick um die Not Anderer zu erkennen.

 

Alle:                                        Erbarme dich unser, gekreuzigter Jesus, erbarme Dich unser!

 

9. STATION

Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Wir beten dich an.

 

Firmling:                                 Jesus, du gehst zum dritten Male zu Boden. Dein Weg ist gepflastert mit Hohn und Spott. Sie geißeln dich, spuken dich an und freuen sich auch noch. Wie verlassen musst du dir jetzt vorkommen. Zum Spott geworden sind auch Menschen, die hilflos sind, sich mit dem Stärkeren nicht messen können oder aus Klugheit immer nachgeben, sich der Sprache nicht mächtig sind, oder von vornherein Geburtsfehler haben die den anderen lustig erscheinen. Wir denken an alle die Niedergedrückt sind, von Freunden und Verwandten sich verlassen fühlen.

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Lieber Gott, wir bitten dich: Steh diejenigen bei, die sich von Gott und der Menschheit verlassen fühlen, steh auch diejenigen bei, die machtbesessen, rechthaberisch, egoistisch sind und blind durch die Welt laufen.

           

Alle:                                        Erbarme dich unser, gekreuzigter Jesus, erbarme Dich unser!                               

STATION 10

Jesus wird seiner Kleider beraubt

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Wir beten dich an.

 

Firmling:                                 Jesus, es genügt nicht, dass du das schwere Kreuz trägst. Sie nehmen dir auch noch deine Kleider weg, so dass du schutzlos bist. Wie ein wehrloses Tier wirst du behandelt und trotzdem sagst du: Ihr könnt mir eine Dornenkrone aufsetzen, aber ich bin trotzdem König. Ihr könnt mich beleidigen und schmähen, aber nicht verletzen. Ihr könnt mich verspotten und verhöhnen, aber nicht klein kriegen. Ihr könnt mir meine Kleider wegnehmen, aber nicht meine Würde. Wir denken an alle, die Opfer von Neugier geworden sind und an alle Unverschämten, die andere bloßstellen.

 

Lieber Gott, wir bitten Dich: Gib uns die Kraft, all der Boshaftigkeit zu widerstehen die auch du erleiden musstest.

 

Alle:                                        Erbarme dich unser, gekreuzigter Jesus, erbarme Dich unser!                               

11. STATION

Jesus wird an das Kreuz genagelt

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Wir beten dich an.

 

Firmling:                                 Jesus, du liegst auf deinem Kreuz, dass du so schwer getragen hast. Sie strecken deine Armen und nageln sie an. Um sicher zu sein, dass du nicht fliehen kannst, werden auch deine Füße angenagelt. Dann stellen sie dich auf, so dass jeder sehen kann, was mit dir geschehen ist. In diesen Momenten denkst du: Vater, vergib Ihnen, denn Sie wissen nicht was sie tun. Es gibt Momente im Leben, da fühlt man sich wie angenagelt: kein Ausweg in Sicht, Flucht unmöglich. Ich muss liegen bleiben, ich muss durchhalten, ich muss annehmen und denke: Kann ich etwas ändern, für mich oder für andere? Wenn es im Moment aber keinen Ausweg gibt, kann ich nur beten und denen vergeben die mitgeholfen haben mich festzunageln.

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Lieber Gott, wir bitten dich: Steh uns bei, dass wir in den schweren Stunden die Kraft finden, den Glauben nicht zu verlieren und denen vergeben, die Schuld auf sich geladen haben.

           

Alle:                                        Erbarme dich unser, gekreuzigter Jesus, erbarme Dich unser!                               

12. STATION

Jesus stirbt am Kreuz

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Wir beten dich an.

 

Firmling:                                 Jesus, in der neunten Stunde riefst du mit lauter Stimme: Eloï, Eloï, lema sabachtani?: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Hört, er ruft nach Elija! Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf einen Stock und gab Jesus zu trinken. Dabei sagte er: Lasst uns doch sehen, ob Elija kommt und ihn herab nimmt. Jesus aber schrie laut auf. Dann hauchte er den Geist aus. Wir alle denken an die Kinder und Erwachsene, die bei dem sinnlosen Amoklauf in der Realschule in Winnenden zu Tode kamen. Wir alle sind Fassungslos, voller Schmerz und Traurig zugleich über das große Verbrechen!

Lieber Gott, wir bitten Dich: Lass uns an die Kraft der Liebe Gottes glauben, die alles zu heilen vermag.

 

Alle:                                        Erbarme dich unser, gekreuzigter Jesus, erbarme Dich unser!                               

13. STATION

Jesus wird vom Kreuz genommen

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Wir beten dich an.

 

Firmling:                                 Jesus, du wirst vom Kreuz genommen und in den Schoß deiner Mutter gelegt. Wenn wir einen Menschen verlieren, der uns viel bedeutet hat, erfüllt große Trauer unser Herz. Es ist wichtig, dass wir einfühlsam umgehen mit Trauer und Tod. Manche möchten den Tod verdrängen, schauen sich den Toten nicht mal mehr an. Maria hat keine Berührungsängste. Sie trägt den Leichnam Jesu auf ihrem Schoß, spürte ihn, umfasst ihn. Wenn ein Mensch gestorben ist, beginnt die Zeit des Abschiednehmens, eine Zeit der tiefen Gefühle. Gehen auch wir gut mit den Toten um. Und sagen wir ja zur Trauer, zu einer Trauer in Hoffnung auf ein Wiedersehen.

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Lieber Gott, wir bitten dich: Lass uns genauso mit den Toten umgehen wie es deine Mutter tat und sagen wir ja zur Trauer, zu einer Trauer in Hoffnung auf ein Wiedersehen.

           

Alle:                                        Erbarme dich unser, gekreuzigter Jesus, erbarme Dich unser!

 

14. STATION

Der Leichnam Jesu wird ins Grab gelegt

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Wir beten dich an.

 

Firmling:                                 Jesus, sie haben dich ins Grab gelegt. Nach drei Tagen wirst du auferstehen. So ist das Kreuz auch ein Zeichen für die Auferstehung. Du hast für uns das schwere Kreuz auf dich genommen. Du nimmst auch alles auf dich, was uns schwer fällt; was uns Angst macht; was uns bedrängt. Du trägst es. Dafür danken wir dir. Auch wir wollen anderen helfen, wenn wir es können. Wir denken an alle, die vor Ihren Gräbern stehen und Gott für die Erlösung danken.

Wir bitten dich: Herr, erbarme dich!

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Alle:                                        Erbarme dich unser, gekreuzigter Jesus, erbarme Dich unser!

Feldkreuze in unserer Umgebung

Feldkreuze, Wegkreuze oder Flurkreuze genannt, finden wir überall in katholischen Gemeinden. Sie sind jeher Symbole am Wegesrand, an Flurgrenzen, an Hofeinfahrten, an Straßenrändern und weiteren vielen Orten. Sie sind Symbole für fruchtbare Felder, für Schutz vor Gefahren, als Erinnerung an Geschehenes und besondere Vorkommnisse, erinnern somit auch an Freud und Leid, sind Zeichen des Gedenkens und der Mahnung und laden ein zum Gebet an Gott.

Woher kommt wohl der Impuls „Feldkreuze zu errichten“

Einige Quellen verweisen auf Papst Leo III. So soll er im Jahre 779 die Vorschrift gegeben haben: „Man möge an Wegesecken, wo man sich zu begegnen pflegt, Kreuze errichten.“ Andere Quellen widersprechen, da 779 Papst Leo noch gar nicht Papst war und die Worte sich in keinem nachweislichen Werke finden lassen. Auch wenn die Herkunft der Kreuze nicht geklärt ist und nur vermutet werden kann, so sind sie heutzutage gar nicht wegzudenken. Gläubige fahren mit dem Rad oder wandern nicht stur daran vorbei, sie halten kurz inne und stärken ihren Glauben. So kann auch verbal behauptet werden, dass der Impuls für die Errichtung von Feldkreuzen aus dem christlichen Glauben stammt, weiter besteht und sogar wächst, da uns immer wieder neue oder restaurierte Feldkreuze begegnen, sei es aus Dank für jahrelange Gesundheit, Bestärkung des Glaubens, Gott sichtbar zu machen oder einfach einen Ort zu schaffen mit Gott alleine zu sein.

Feldkreuze in unserer Pfarrgemeinde:

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Welthunger - was tun?

Während man sich in den Industrienationen über hohe Lebensmittelpreise ärgert, herrscht anderswo der Kampf ums nackte Überleben. Rund 850 Millionen Menschen leiden in Lateinamerika, Nordafrika und Asien an Unterernährung, jede Minute sterben elf Kinder an Hunger. Die Ursachen sind vielschichtig und auf den ersten Blick weit weg vom Alltag des Bürgers: Spekulanten, die mit steigenden Lebensmittelpreisen Gewinne machen, Agrarexportsubventionen, Biosprit aus Lebensmitteln, eine verfehlte Weltpolitik und die Macht gigantischer Saatguthersteller (aus Umweltjournal 2008).