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27.11.2009

LEICHTATHLETIK: Bitteres Karriereende

Olympiateilnehmer Ronny Ostwald zieht sich Achillessehnenriss zu

HAVELLAND -  Härter kann ein Schicksalsschlag einen Athleten kaum treffen. Der Havelländer Ronny Ostwald war gerade wieder in Tritt gekommen und hatte nach einer Verletzung an seinem Comeback gearbeitet, als den Sprinter am vergangenen Sonnabend der bittere Rückschlag ereilte. „Peng“ machte es: Achillessehnenriss am vorbelasteten Fuß im Punktspiel der Fußball-Landesklasse zwischen dem SV Rhinow/Großderschau, bei dem Ronny Ostwald immer mal wieder mitspielt, und Hansa Wittstock (2:4).

Die schlimme Verletzung führte nun zum unweigerlichen Karriereende für den 35-Jährigen. Das kommende Jahr sollte sein letztes in der Leichtathletik werden, mit einem angemessenen Ausklang. Daraus wird nun nichts. „Das ist bitter, persönlich kann man aber nichts machen. Wenn man wie ich jahrelang Leistungssport betreibt, dann möchte man sich schon vernünftig verabschieden“, sagt Ronny Ostwald, der lange Jahre für den TV Wattenscheid aktiv war und nun vor einem Wechsel zum LAC Erdgas Chemnitz stand, um seinem Trainer Ronald Stein zu folgen.

In seiner Laufbahn hat der in Gollenstein, einem Ortsteil von Stölln im Havelland, lebende Ronny Ostwald einiges erreicht. Neben zahlreichen nationalen Erfolgen und der Teilnahme an Olympischen Spielen wartete er vor drei Jahren bei der EM in Göteborg (Schweden) noch einmal mit dem Finaleinzug über 100 Meter auf. „Ich kann mit Stolz auf meine Karriere zurückblicken, ich will davon nichts missen“, stellt Ronny Ostwald, der 2004 seine Bestzeit über 100 Meter (10,22 Sekunden) als Deutscher Meister gelaufen war, fest.

Doch nun muss sich der Blick voraus richten. „Erst einmal wieder gesund werden“, lautet das Motto. Nachdem er im Herbst unerwartet die Nachricht bekam, dass seine Sportförderung bei der Bundespolizei kurzfristig beendet wird, war ohnehin schon klar, dass er wieder in Blumberg seinen Polizeidienst antritt. Dem sicheren Job kann er als Familienvater in der nun eingetretenen Situation etwas Positives abgewinnen.

Dass er der Leichtathletik verbunden bleibt, steht für Ronny Ostwald außer Frage. Er kann sich gut vorstellen, schon bald sein Wissen als Trainer an jugendliche Sprinthoffnungen weiterzugeben. (Von Christian Fuchs)

Quelle MAZ



01.10.2009

Ronny Ostwald hängt ein Jahr dran

So möchte er nicht aufhören: Ursprünglich wollte Sprinter Ronny Ostwald vom TV Wattenscheid 01 nach der Weltmeisterschaft in Berlin seine Karriere beenden. Die WM fand ohne ihn statt, und nun hängt Ronny Ostwald definitiv noch eine Saison dran.

In diesem Jahr hatte er erst die Hallensaison absagen müssen, dann kam er nach seiner Achillessehnen-Operation auch im Sommer nicht rechtzeitig auf die Beine.

Inzwischen ist er wieder fit genug, um Pläne zu schmieden: „Ich fühle mich gut, auch wenn die Sehne hier und da noch Probleme macht. Aber da helfen mir die Sitzungen mit meiner Frau, die als Hypnose-Therapeutin arbeitet. Das bringt mich wirklich weiter, auch unabhängig von der Verletzung. Für 2010 strebe ich eine Hallensaison an, auf jeden Fall werde ich mich so vorbereiten. Ob ich dann starte, werden wir sehen. Aber die 60 Meter liegen mir ja eigentlich.“

Im Sommer wäre der Deutsche 100 Meter-Meister der Jahre 2004 und 2006 dann schon gern beim Saisonhöhepunkt dabei: „Die Europameisterschaft in Barcelona ist ein Thema, das ist auch Motivation für mich. Außerdem steht wieder eine Polizei-EM an, bei der ich über 100 Meter und mit der Staffel Titelverteidiger bin. Ich will einfach noch mal ein paar gute Wettkämpfe, auch für mich selber.“
 

01.10.2009 | Aktuell | pm/ah



15. Juli 2008

Bei Ostwalds haben es alle eilig

Ronny Ostwald hofft auf die viermal 100 Meter-Staffel in Peking

 
Ronny Ostwald mit seinen Söhnen Maxim und Tjark.Foto: Ostwald

 

Rathenow (ter). Das Olympiajahr ist für Ronny Ostwald nicht gerade gut verlaufen. In der Halle noch mit ansprechenden Leistungen, verhinderten in der Freiluftsaison immer wieder Verletzungen, dass der in Stölln lebende Bundespolizist richtig in Tritt kam. Eine Nervenentzündung in der Rippengegend wie auch eine Störung an der Achillessehne im Fersenbereich störten die Trainings- wie auch Wettkampfplanung.

 

So konnte Ronny Ostwald seinen ersten Freiluft-Wettkampf erst Anfang Juni bei der Leichtathletik Sparkassen-Gala in Regensburg bestreiten. Eine Woche später war eigentlich am 14. Juni der Start bei der berlin-brandenburgischen Landesmeisterschaft vorgesehen. Doch diesmal ließ nicht eine Verletzung seine Pläne umwerfen, sondern das "überstürzte" Erscheinen von Tjark, dem zweiten Sohn der Familie Ostwald. Eigentlich sollte er erst zum jetzigen Zeitraum das Licht der Welt erblicken, doch er hatte es eilig. Der Mutter Korinna und dem Neugeborenen geht es prima und sein großer Bruder Maxim ist ebenfalls sehr stolz.

Vater Ronny nahm die Terminänderung gelassen hin. Allerdings war die Deutsche Meisterschaft am vergangenen Wochenende in Nürnberg die letzte Chance sich für die Olympischen Spiele in Peking zu qualifizieren. Im Finale über die 100 Meter wurde er hinter seinem Teamkollegen Alexander Kosenkow zeitgleich in 10,33 Sekunden Vierter. Für den Einzelstart in der chinesischen Metropole reicht diese Zeit nicht, dafür stehen seine Chancen in der viermal 100 Meter-Staffel mitzulaufen recht gut, da er sich als Startläufer bewährt hat. Um die freien Plätze in der Staffel rangeln noch Tobias Unger, Martin Keller, Marius Broening, Till Helmke und Alexander Kosenkow. Diese sechs Sprinter sind auch vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) für Peking vorgeschlagen worden.

Zur Zeit trainiert der 34jährige noch in seiner Heimat in Rhinow und Rathenow, doch nächste Woche versammeln sich die Athleten nach dem Einkleiden am 14. Juli in Mainz in der Sportschule Kienbaum. Zu diesem Zeitpunkt erfahren die Athleten auch ob der Deutschen Olympia Sportbund den Vorschlägen des DLV gefolgt ist und sie die Nominierung erhalten. In Kienbaum steht die unmittelbare Wettkampfvorbereitung auf dem Programm für die letzten Wettbewerbe vor den Spielen. Am 29. Juli in Monte Carlo und am 1. August bei der DLV-Gala in Wattenscheid werden die Würfel für die Staffelbesetzung fallen. Sollte Ronny Ostwald die Leistung aus Nürnberg mindestens wiederholen, stehen die Chancen für die aktive zweite Teilnahme an den Olympischen Spielen recht gut.

Brawo, 13. Juli 2008



09. Juli 2008

LEICHTATHLETIK: Fliegender Havelländer

Ronny Ostwald sprintet zum zweiten Mal ins deutsche Olympia-Aufgebot

POTSDAM - Die Töppen hängte er – vorübergehend – an den Nagel, um mit den Spikes durchzustarten. Trotz vieler Tore konnte Rechtsaußen Ronny Ostwald den Abstieg des SV Rhinow/Großderschau aus der Fußball-Landesklasse West nicht verhindern. Doch am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Nürnberg qualifizierte sich der 34-Jährige als Vierter über 100 Meter in 10,33 Sekunden für die Olympischen Sommerspiele.

Wenngleich die offizielle Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) erst am 15. Juli in Kienbaum erfolgt, hat Ostwald bereits seitens des Bundestrainers Klaus Jakobs „grünes Licht“ erhalten. „Ich gehöre zu den sechs Sprintern, die für die viermal 100-m-Staffel vorgesehen sind“, bestätigte der gebürtige Beeskower, der am 16. Juli zur Olympia-Einkleidung nach Mainz reist und anschließend im Sportzentrum Kienbaum mit der Nationalmannschaft die unmittelbare Peking-Vorbereitung beginnt.

Während Ostwald in Nürnberg am Sonnabend mit seiner eingespielten Vereinsstaffel vom TV Wattenscheid zum wiederholten Male deutscher Meister wurde, steht für das Auswahl-Quartett noch der Kampf um die richtige Aufstellung an. Zuletzt beim Europacup gab es zwar mit 38,30 Sekunden eine gute zeit, aber nach einem Wechselfehler eine Disqualifikation.

Der Brandenburger – wegen seiner schnellen Flügelsprints auf dem Fußballplatz auch der „David Odonkor des Havellandes“ genannt – würde gern auf der Startposition antreten, die beim Cup kein Geringerer als Tobias Unger (Kornwestheim) beanspruchte. Der deutsche Meister hat als einziger Deutscher die 100-m-Norm für Peking unterboten. Ostwald (Bestzeit 10,22) geht es nicht darum, die Nummer eins herauszufordern, „sondern um eine optimale Auslastung der Fähigkeiten eines jeden Einzelnen“. Im explosiven Start liegen nun mal die Stärken des ehemaligen Bundeswehr-Fallschirmspringers, der als Leichtathlet eigentlich ein Spätstarter war, erst mit 24 Jahren ernsthaft trainierte.

Der deutsche Meister von 2004 und 2006 gehörte schon bei Olympia 2004 zur Staffel, die als Neunter knapp den Endlauf verpasste. 2006 bei den Europameisterschaften stand er sogar im 100-m-Finale und wurde Achter, das Quartett mit „Starter“ Ostwald belegte Platz fünf. Im Vorjahr sprang WM-Platz sechs (Staffel) heraus. „Klar wollen wir bei Olympia ins Finale“, meinte Ostwald, der froh ist, gerade noch rechtzeitig die Kurve gekriegt zu haben. Denn nach einer Rippenverletzung im Mai bestritt der Schützling von Trainer Ronald Stein in Nürnberg erst seinen zweiten Saisonwettkampf.

Zu den turbulenten Wochen zwischen Ab- und Aufstieg kam das private Glück. Seine Frau Korinna brachte am 14. Juni Sohn Tjark zur Welt. „Ich war bei der Geburt über die ganze Nacht in Rathenow dabei“, erzählte der stolze Vater. Der ältere Sohn Maxim , der in Stölln wohnenden Familie, ist sieben Jahre alt. „Der Kleine kam zu früh“, doch Ostwald wollte darob nicht gleich auf eine Sprinter-Karriere des jüngsten Sprösslings schließen.

Je nachdem, ob die Sommerspiele in China für ein Saison-Happy-End sorgen oder nicht, will der „fliegende Havelländer“ im September entscheiden, ob er auch 2009 noch einmal die Spikes schnürt oder nur noch die Töppen – dann allerdings in der Kreisliga. (Von Peter Stein)



30.01.2008

30.01.2008 | Aktuell | pm/ah

DLV-WM-Staffel fast komplett in Düsseldorf

Mit dem EM-Achten Ronny Ostwald, dem Deutschen Meister Alexander Kosenkow und U20-Europameister Julian Reus (alle TV Wattenscheid 01) sind gleich drei Athleten aus der erfolgreichen deutschen 4x100-Meter-Staffel der WM von Osaka (Japan) beim „3. International Athletics PSD Bank Meeting Düsseldorf 2008“ am 8. Februar im Arena-Sportpark am Start. Das DLV-Quartett lief in Japan in 38,62 Sekunden auf den sechsten Rang. Der Vierte im Bunde von Osaka, Tobias Unger (LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg), fehlt in Düsseldorf

Gegner des Wattenscheider Trios sind neben dem letztjährigen US-Hallenmeister DaBryan Blanton unter anderen der 200-Meter-Sieger der Pan-Amerikanischen Spiele, Brendan Christian (Antigua und Barbuda), und der WM-Siebte von Osaka 2007, Matic Osovnikar. Der Slowene musste in Japan aus kontinentaler Sicht lediglich den Briten Marlon Devonish (Sechster) ziehen lassen und bestätigte damit seinen dritten Platz von den Europameisterschaften 2006 in Göteborg (Schweden).

Aus deutscher Sicht bringt derzeit vermutlich der Deutsche Hallenmeister von 2006, Ronny Ostwald, die beste Form mit nach Düsseldorf. Er ist mit 6,64 Sekunden Mitte Januar so schnell wie noch nie in die Hallensaison eingestiegen. Die Norm für die Hallen-WM in Valencia (7. bis 9. März) hat er damit schon erfüllt.



21.01.2008

20.01.2008 | Aktuell | pm/ah

Ronny Ostwald sprintet in Dortmund zur Norm      

Der Wattenscheider Sprinter Ronny Ostwald hat gleich beim ersten Rennen des Jahres die Norm für die Hallen-Weltmeisterschaft im spanischen Valencia (Spanien; 7. bis 9. März) erbracht. Beim Hallensportfest des B.V. Teutonia Dortmund-Lanstrop in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle absolvierte er die 60 Meter exakt in der geforderten Zeit von 6,64 Sekunden. Damit gewann er vor seinem Teamkollegen Jan Schulte (6,86 sec, Vorlauf: 6,80 sec).

Hochzufrieden meinte Ronny Ostwald, so schnell sei er noch nie in die Hallensaison eingestiegen: „Das ist wunderbar, nun muss ich der Norm nicht mehr hinterher rennen. Mit einer 60er-Zeit hatte ich geliebäugelt, aber der lange Tag war Kräfte zehrend. Beim Länderkampf im schottischen Glasgow will ich am Samstag diese Zeit bestätigen. Beugerprobleme habe ich derzeit überhaupt nicht mehr.“

Zufrieden zeigte sich auch Trainer Ronald Stein: „Überraschend kommt die Leistung sicher nicht, aber es war ein schwieriger Wettkampf, weil zwischen Vor- und Endlauf gute vier Stunden lagen. Gut, dass sich Ronny fürs Finale noch mal richtig motivieren konnte!“ Alexander Kosenkow stieg beim Hallensportfest in Dortmund mit 21,23 Sekunden über 200 Meter in die Hallensaison ein. „Ein ordentlicher Einstand“, urteilte Coach Ronald Stein.




Pressemitteilungen

09.09.2007

Japantrip hat sich gelohnt



Der deutsche Vizemeister 2007 über 100 Meter, Ronny Ostwald, erlebte bei der Leichtathletik-WM in Osaka einen weiteren sportlichen Höhepunkt. Mit der 4 x 100 Meter-Staffel lief das DLV-Quartett auf einen guten sechsten Platz. Foto: Nagel

Stölln (ter). Seine zweite Teilnahme bei den Leichtathletikweltmeisterschaften wird der Sprinter Ronny Oswald nicht so schnell vergessen. Zusammen mit Tobias Unger, Alexander Kosenkow und Julian Reus holte das DLV-Quartett in der 4 x 100 Meter Staffel einen überraschenden sechsten Platz. Es ist das beste Ergebnis einer deutschen Männerstaffel bei Weltmeisterschaften seit 14 Jahren. 1993 kam die Staffel ebenfalls als Sechste ins Ziel, nur 1983 bei der Erstauflage der Leichtathletik-WM lief es für die DDR-Athleten noch besser, die damals Rang vier belegten.

Das Abenteuer Japan begann für Ronny Ostwald und seinen Teamkameraden auf der temperaturmäßig dem deutschen Klima ähnlichen japanischen Nordinsel Hokkaido. Bei 25 Grad im Schatten bereiteten sich die Deutschen auf ihren Auftritt vor. Erst am zweiten Wettkampfwochenende fuhr das Quartett des Deutschen Leichtathletikverbandes ins schwülwarme Osaka. Während die Ausdauersportler (z.B. Geher) unter dem das Wetter litten, mögen es die schnellen Läufer sowie so eher wärmer.

Die Deutschen kamen gerade rechtzeitig in die drittgrößte japanische Stadt an, um das 100 Meterfinale zu verfolgen. Ansonsten fanden die Sprinter kaum Zeit die Wettbewerbe direkt im Stadion zu sehen. Am letzten Augusttag wurde es auch für sie Ernst, die Vorläufe standen an. Für deutsche 100 oder 200 Meter-Läufer ist es noch keine Selbstverständlichkeit in ein Finale vorzustoßen, um so größer die Freude der deutschen Vier, als ihre Endlaufteilnahme feststand. Nach dem Finallauf gab es Lob vom Trainer Ronald Stein, der auch in Wattenscheid die Sprinter trainiert, vom Teammanager Klaus Jacobs, aber auch den Händedruck des Berliner Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit, der ebenfalls in Osaka weilte. Da in zwei Jahren Berlin Austragungsort der WM ist, nahm er die IAAF (Weltleichtahtletikverband)-Fahne entgegen. Anschließend feierten die Männerstaffel ihren Erfolg in ausgelassener Stimmung bis in die frühen Morgenstimmung. Das japanische Bier war auch genießbar, doch neben der Wiedersehensfreude mit der Familie freute sich Ronny Oswald auf europäisches Essen. So führte der erste Weg auf Berliner Boden auch in ein Steakhaus um die vielen Nudeln und den Reis vergessen zu machen.

Viel erzählen konnte Ronny Oswald zuhause noch nicht über seinen ersten Asien-Trip. Der Sport führte ihn unter der Woche nach Sondershausen, am Freitag trat er mit der deutschen Mannschaft beim DecaNationscup in Paris gegen sieben andere Länderteams an (die zehn Disziplinen des Zehnkampfs werden von verschiedenen Sportlern ausgeführt) und heute geht es noch zum Wettkampf nach Königs Wusterhausen. Ob es die letzte Freiluftveranstaltung des Jahres ist, bleibt noch im Ungewissen. Vielleicht startet der in Stölln wohnende Bundespolizist noch beim 66. ISTAF in Berlin am 16. September. Für diesen Höhepunkt im Olympiastadion am nächsten Sonntag müsste er aber bei diesen jüngsten Auftritten noch eine gute Zeit vorlegen.



Brawo, 09.09.2007





osaka.ARD.de
Porträt

Ronny Ostwald

 

Disziplin: 4 x 100m
Land: Deutschland

geb. am Sonntag, 7. April 1974 in Beeskow/Brandenburg
Größe: 180 cm
Gewicht: 83 kg
Verein: TV Wattenscheid 01
Trainer: Ronald Stein

Mit Ronny Ostwald ist trotz seines hohen Sprint-Alters von 33 Jahren noch zu rechnen. Der gebürtige Brandenburger, der seit der vergangenen Saison wieder für den TV Wattenscheid startet, denkt noch lange nicht ans Aufhören: "Ich fühle mich auch in meinem Alter noch hundertprozentig fit. Wenn ich allerdings eine Verletzung habe, brauche ich im Unterschied zu früher wesentlich länger um sie auszukurieren", erzählt er. In dieser Saison hatte der deutsche Vizemeister häufiger mit starken Rückenschmerzen zu kämpfen, Wettkämpfe waren drei Wochen lang tabu. Bei den westdeutschen Meisterschaften in Gladbeck am 1. Juli meldete er sich mit 10,40 Sekunden zurück.

Die Familie des zweimaligen deutschen Meisters, der im Leistungszentrum Bochum-Wattenscheid wohnt, teilt die sportlichen Ambitionen des Staffel-EM-Dritten von 2002. Seine Frau Korinna und sein fünfjähriger Sohn Max, im idyllischen Havelland in Stölln bei Rhinow auf einem Bauernhof daheim, sehen ihn oft nur am Wochenende. "Meine Frau hält mir weitgehend den Rücken frei", ist Ostwald dankbar. Auch durch die Bundespolizei erfährt er optimale Unterstützung. Solange er der Nationalmannschaft angehört, ist der Sprinter freigestellt. Im Blick hat der 33-Jährige noch die Teilnahme an den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Peking und - wenn er gesund bleibt - die WM 2009 in Berlin.

Größte Erfolge:
Pers. Bestleistung: 10,22 sec (2004)

EM-Dritter 2002 (Staffel), Achter 2006
Deutscher Meister 2006 und 2004, Zweiter 2007, Dritter 2003 und 2002
Deutscher Hallenmeister 2006, Zweiter 2007 und 2004
Hallen-WM-Halbfinalist 2004



01.06.2007

Von Dessau geht es weiter nach Zeulenroda
Am Sonntag (3. Juni) ruft das ostthüringische Zeulenroda zur 9. Ausgabe des heimischen Meetings. Für die Sprinter gilt es, zwei Tage nach dem Anhalt-Meeting in Dessau erneut ihr Leistungsvermögen zu zeigen und auch um die Plätze für die 4x100-Meter-Staffel zu kämpfen, die eine Woche später in Regensburg die WM-Norm von 38,80 Sekunden in Angriff nehmen soll.

Hat Ronny Ostwald (TV Wattenscheid 01) seine leichten Beugerprobleme überwunden, sollte er für die 100 Meter mit favorisiert sein. Doch mit heftiger Gegenwehr von Christian Blum (LAC Quelle Fürth/München), der in Weinheim bereits 10,26 Sekunden lief, Alexander Kosenkow (TV Wattenscheid 01) und Till Helmke (TSV Friedberg-Fauerbach) ist zu rechnen. Letzterer rechnet sich natürlich auch über 200 Meter etwas aus

 



15.01.2007

Ronny Ostwald will ins Hallen-EM-Finale
Die Norm über 60 Meter für die Hallen-EM in Birmingham (Großbritannien; 2. bis 4. März), die er am letzten Wochenende bei den Westfälischen Hallen-Meisterschaften in Dortmund noch um zwei Hundertstel verfehlte, ist für Ronny Ostwald (TV Wattenscheid 01) nur eine Zwischenstation. Sein Trainer Ronald Stein erklärt: „Es hat sich schon im Training abgezeichnet, dass Ronny gut drauf ist. Sein Ziel ist es, bei der Europameisterschaft wie im Sommer ins Finale zu kommen."



Kräftemessen

19.08.2006 Kräftemessen mit den Sprint-Assen LEICHTATHLETIK / Ronny Ostwald lädt ein RATHENOW Ein ganz besonderer Höhepunkt erwartet die Leichtathleten unserer Region am 16. September von 13 bis zirka 15 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark am Schwedendamm in Rathenow. Der Sprinter Ronny Ostwald lädt Leichtathleten der Altersklassen 10 Jahre bis Erwachsene zu einem Sprintcup ein. Ronny Ostwald kehrte gerade von den Europameisterschaften aus Göteborg zurück, wo er sich mit der Finalteilnahme im 100-m-Sprint und Platz fünf mit der Staffel einen Traum erfüllte. Er und seine Familie hatten die Idee zu diesem Sprintwettbewerb und mit dem VfL Rathenow fand sich schnell der richtige Partner. Und Ronny Ostwald kommt nicht allein. Er bringt mit Marc Blume, Alexander Kosenkow, Sina Schielke, Sandra Möller, Jan-Christopher Schulte, Bastian Swillims, David Filipowski sowie Trainer Ronald Stein fast seine komplette Trainingsgruppe vom TV Wattenscheid mit. Im gemeinsamen Wettkampf über 50, 75 und 100 m wird dann der schnellste Jugendliche und der schnellste Erwachsene gesucht. Ronny Ostwald, der in Stölln zu Hause ist, möchte mit dieser Aktion mehr Aufmerksamkeit für den Sprinter-Nachwuchs hier im Havelland erwirken. Er möchte eine Förderung gern selbst unterstützen, auch wenn seine Zeit dies im Moment noch nicht zulässt. Das kann sich in den nächsten Jahren aber ändern. Und vielleicht wird ja dieser Wettkampf auch zu einer schönen Tradition. Wer also gerne einmal gegen die deutschen Sprint-Asse antreten möchte, sollte seine Meldung bis 11. September bei Lothar Ohst, Kreissportbund Havelland, 03385/619903 abgeben. Die Sportler aus Wattenscheid stehen nach dem Wettkampf noch für Autogramme und Fragen zur Verfügung. Natürlich werden die Besten in den Altersklassen auch geehrt. Und wer die Veranstaltung unterstützen möchte, ist herzlich willkommen. Der erste Sponsor, die Grossardt-Wirtschaftsinformation AG aus Großostheim (Frankfurt/Main) steht mit 1000 Euro bereits in den Startlöchern. hei

Im nachfolgenden Formular könnt ihr euch für den Sprint-Cup anmelden. Bitte vergesst euer Geburtsdatum nicht!



Herr / Frau Titel
Name* Firma
E-Mail* Telefon
Straße / Postfach PLZ
Ort Land
*) erforderliche Angaben

Göteborg 08.08.2006 - FINALE - mein Traum

Der Wattenscheider Ronny Ostwald hatte mit der Finalteilnahme bereits sein erklärtes Ziel erreicht. Mit den 10,38 Sekunden, damit steigerte er sich im Endlauf noch einmal im Turnierverlauf, und Platz acht war er zufrieden: „Ich konnte mich mit den Besten in Europa messen, das ist ein bleibendes Erlebnis. Die vier Runden waren aber sehr anstrengend.“

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Focus, 08.08.2006

Ostwald mit bestem deutschen Ergebnis seit 1994

Ronny Ostwald war der erste deutsche Sprinter in einem EM-Finale seit dem sechsten Rang seines Vereinskameraden Marc Blume 1994 in Helsinki. "Der Endlauf war mein großes Ziel. Ich bin überglücklich, dass ich es geschafft habe. Die Zeit ist mir ganz egal", sagt der gebürtige Brandenburger, der vor zwei Jahren eine Bestzeit von 10,22 Sekunden erzielt hatte. Im gleichen Jahr hatte er das Halbfinale der Hallen-WM erreicht, nun erstmals einen Endlauf.

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13.8.2006 | EM 2006 | Christian Fuchs
Platz fünf für DLV-Sprinter
Die deutsche 4x100-Meter-Staffel der Männer hat am Sonntag bei der EM in Göteborg Platz fünf belegt. Auf der Innenbahn laufend, erreichten Alexander Kosenkow (TV Wattenscheid 01), Marius Broening (LAV Asics Tübingen), Sebastian Ernst und Ronny Ostwald (beide TV Wattenscheid 01) eine Zeit von 39,38 Sekunden.


„Wir hatten Pech mit Bahn eins“, sagte Schlussläufer Ronny Ostwald, „im Großen und Ganzen ist das Ergebnis aber okay. Wir können damit leben.“ Mit dem fünften Rang bestätigten sie auch die Platzierung in der Summe der gestrigen Vorläufe.

Nicht unbedingt leistungsfördernd war die lange Wartezeit, bis die Staffeln endlich auf die Strecke geschickt wurden. „Es war sehr, sehr kühl, das war nicht einfach“, sagte Startläufer Alexander Konsekow, „man hat zwanzig oder dreißig Meter gebraucht, bis man ins Rennen reinkommt.“

Druck

Mitbekommen hatte das Quartett das Pech der Frauen-Sprintstaffel, die beim letzten Wechsel den Stab fallen ließ. „Dadurch hatten wir den Druck, dass wir das ausmerzen mussten“, stellte Marius Broening fest.

Neue Europameister über 4x100 Meter sind die Briten, die in 38,91 Sekunden vor Polen (39,05 sec) und Frankreich (39,07 sec) siegten.


 



Göteborg, 08.08.2006
8.8.2006 | EM 2006 | Christian Fuchs
Ronny Ostwald schafft es in das Finale
Sprinter Ronny Ostwald hat am Dienstagabend bei der EM in Göteborg (Schweden) mit einer Steigerung im Vergleich zum Vortag den Einzug in das Finale geschafft und damit sein erklärtes Ziel erreicht. Der Wattenscheider wurde mit 10,40 Sekunden Vierter im Halbfinale über 100 Meter.
 

Ronny Ostwald nimmt den Weg in das Finale (Foto: Kiefner)
Ronny Ostwald erwischte einen guten Start und konnte sich so im erbitterten Kampf um die Finalplätze behaupten. „Man muss im Halbfinale die Nerven behalten. Der Start war bombenmäßig, nur mit den letzten zwanzig Metern bin ich nicht ganz so zufrieden“, sagte er nach dem Weiterkommen.

Francis Obikwelu (Portugal; 10,19 sec) und Matic Osovnikar (Slowenien; 10,23 sec) sowie vor allem Andrey Yepishin (Russland; 10,12 sec) und Ronald Pognon (Frankreich; 10,14 sec) meldeten Medaillenansprüche an, während der ebenfalls stark eingeschätzte Brite Dwain Chambers (10,25 sec) das Aus nur um zwei Hundertstel vermeiden konnte.



Göteborg, 07.08.2006 - Zwischenläufe
7.8.2006 | EM 2006 | Christian Fuchs
Ronny Ostwald als Vierter weiter
„Ich bin nicht ganz so zufrieden“, sagte Ronny Ostwald am Montagabend bei der EM in Göteborg (Schweden) nach dem Zwischenlauf über 100 Meter, bei dem er in 10,48 Sekunden Platz vier belegte und so in die nächste Runde einzog.
 

Ronny Ostwald steht im Halbfinale (Foto: Kiefner)
„Aber das ist ein Turnier, jetzt wird es im Halbfinale noch knapper. Für mich zählt nur der Platz“, erklärte er. In den ersten beiden Runden habe er noch „sehr sparsam“ gemacht. Für den Wattenscheider wird es nun am Dienstag im Halbfinale darauf ankommen, noch Kräfte zu mobilisieren, um sein erklärtes Ziel, die Runde der letzten Acht, zu erreichen.

Die mit Abstand schnellste Zeit im Zwischenlauf bot der Franzose Ronald Pognon (10,19 sec) an, während sich die Mitfavoriten Francis Obikwelu (Portugal; 10,28 sec) und Dwain Chambers (Großbritannien), der in 10,39 Sekunden nur Vierter seines Rennens wurde, bedeckt hielten.


Göteborg 07.08.2006
7.8.2006 | EM 2006 | Christian Fuchs
Ronny Ostwald macht ersten Schritt
Der Wattenscheider Sprinter Ronny Ostwald hat am Montagmorgen bei der EM in Göteborg (Schweden) seine erste Aufgabe im Vorlauf gelöst. Mit einer Zeit von 10,42 Sekunden erreichte er als Dritter den Zwischenlauf am Abend.
 

Lockerer Aufgalopp für Ronny Ostwald (Foto: Kiefner)
„Das war ein lockerer Lauf, aber ich war noch nicht richtig wach“, sagte der Deutsche Meister, der bereits gegen 6 Uhr und damit um etwa drei Stunden früher als in seinem Alltag aufgestanden ist.

Ronny Ostwald lobte die Bahn als „sehr gut“. Vorgenommen hat er sich im Ullevi-Stadion den Finaleinzug. Zur nächsten Runde sagte er: „Eine Zeit  um 10,30 Sekunden muss sich wohl laufen.“

Den besten Eindruck hinterließ zum Auftakt der Favorit Francis Obikwelu (Portugal), der seinen ersten Lauf in lockeren 10,25 Sekunden gewann. Noch eine Hunderstel schneller war allerdings der Brite Dwain Chambers, der neben dem Franzosen Ronald Pognon (10,26 sec) als sein stärkster Gegner gilt.


Kofferlos is Göteborg... (05.08.2006)
Ronny Ostwald kofferlos in Göteborg
Ein kleiner Schreck fuhr nach dem Auschecken Wattenscheids EM-Teilnehmer Ronny Ostwald in die Glieder. Er kam zwar wohlbehalten in der EM-Stadt Göteborg (Schweden) an, sein Gepäck war aber nicht im Flugzeug.
 

Nun hofft der Deutsche Meister, der bereits am Montagvormittag an den Start gehen muss, dass der Koffer am Sonntag nachgeliefert wird. In jedem Fall hat der clevere Sprinter aber vorgebaut: "Mir ist so was ja nicht zum ersten Mal passiert, daher hatte ich meine Spikes im Handgepäck. Ich muss jetzt da drüber stehen, darf mich von so einer Geschichte nicht aus der Ruhe bringen lassen."

Ansonsten kann Ronny Ostwald über die Bedingungen nicht meckern. Das Mannschaftshotel sei schön, und auch der Weg zum Ullevi-Stadion selbst zu Fuß leicht zu bewältigen. Auch die Stimmung in Göteborg sei nicht schlecht, man merke, dass EM-bedingt viel los sei.

Ronny Ostwald ist fit, hat auch die Fersenprobleme, die ihn zuletzt leicht behinderten, überwunden. Am heutigen Samstag lässt es der Schützling von Ronald Stein locker angehen, Am Sonntag stehen dann noch eine leichte Trainingseinheit, Behandlung sowie ein ZDF-Interview auf dem Programm. Gegen 6.00 Uhr wird er am Montagmorgen aufstehen, denn um 10.35 Uhr beginnen die 100 Meter-Vorläufe.


EM-Vorschau (Leichtathletik.de)
1.8.2006 | EM 2006 | Anja Herrlitz/Christian Fuchs
Die große EM-Vorschau (Teil 1)
Der Countdown tickt. Vom 7. bis 13. August findet die Europameisterschaft in Göteborg (Schweden) statt. Spannende Entscheidungen, in denen neue Titelträger gesucht werden, stehen im Ullevi-Stadion an. leichtathletik.de hat sich für Sie umgeschaut. Wer sind die Favoriten und wie stehen die Chancen der aussichtsreichsten DLV-Starter? Lesen Sie Teil eins unserer großen Vorschau...

100 Meter
Der Wattenscheider Ronny Ostwald kann mit der Gewissheit einer konstant guten Form an den Start gehen. Seit Mitte Juni bot er Zeiten um 10,30 Sekunden an, damit hat er seine Position als schnellster Deutscher in diesem Sommer untermauert. Beim Europacup in Malaga (Spanien) wurde er im Juni Fünfter. Ein ähnliches Ergebnis wäre ein Erfolg, ist aber nicht unrealistisch, denn der 32-Jährige gehört nach der bereinigten Jahresbestenliste zu den acht Schnellsten. Selbst spekuliert er mit einer Zeit von 10,20 Sekunden. Die drei heißesten Sieganwärter, Titelverteidiger Francis Obikwelu (Portugal), der zuletzt angeschlagene Dwain Chambers (Großbritannien) und der Franzose Ronald Pognon (Frankreich), sind aber von ihrem Leistungsniveau zu weit voraus, um dort mitlaufen zu können.
Titelverteidiger: Francis Obikwelu (Portugal)
DLV-Starter: Ronny Ostwald (TV Wattenscheid 01)
Deutsche Chancen: +++



DLV Gala Nürnberg, 30.07.2006

Ronny Ostwald (TV Wattenscheid 01; 1. Platz 100m; 10,31 sec)
„Das war heute noch einmal ein wichtiger Wettkampf. Entscheidend war natürlich, die europäische Konkurrenz hinter sich zu lassen. Ich stelle immer sehr hohe Anforderungen an mich selbst. Bei der EM will ich ins Finale, was dann noch klappt, werden wir sehen.“

RTL:

Über 100 Meter setzte sich der Wattenscheider Ronny Ostwald durch, der seine Siegerzeit von den deutschen Meisterschaften in Ulm noch um eine Hundertstel auf 10,31 Sekunden drückte.

30.07.06]

Bei der DLV-Leichtathletik-Gala in Nürnberg hat der Wattenscheider Ronny Ostwald den 100 Meter-Lauf in 10,31 Sekunden gewonnen. Ostwald (Foto) war der einzige Deutsche im Endlauf; Alexander Kosenkow hatte sich mit 10,52 Sekunden im Vorlauf nicht qualifizieren können. Erneut gehörten drei Wattenscheider der deutschen 4x100 Meter-Staffel an, die in Nürnberg ins Rennen geschickt wurde. Das DLV-Quartett belegte in der Besetzung Alexander Kosenkow/Marius Broening/Sebastian Ernst/Ronny Ostwald in 39,00 Sekunden den zweiten Platz hinter Polen, konnte sich also gegenüber dem Lauf von Leverkusen um 16 Hundertstel steigern. Ganz zufrieden war Schlussläufer Ostwald dennoch nicht: "Wir haben uns verbessert, das ist positiv. Alle Wechsel waren aber noch nicht optimal, da sind noch Reserven vorhanden." (Quelle Wattenscheid.net)

 



Leverkusen, 28.07.2006
19:30: Ronny Ostwald (100m / 1. Platz):
„Mit dem Rennen heute liege ich voll im Soll. 10,30 Sekunden sollten es sein, 10,29 Sekunden sind es geworden. Ich habe in der letzten Woche noch gut trainiert, daher ist diese Zeit nicht überraschend. Die letzte Wettkampfstation vor Göteborg ist am Sonntag Nürnberg. Danach geht es nach Kienbaum ins Trainingslager. Da werden wir intensiv die Staffelwechsel trainieren. In Göteborg will ich ins Finale; das ist mein Traum. Um dieses Ziel zu erreichen, denke ich, muss ich eine Zeit von 10,20 Sekunden anbieten.“

Märkische Allgemeine, 22.07.2006

22.07.2006

Ein Havelländer startet durch

LEICHTATHLETIK / Ronny Ostwald fährt zur Europameisterschaft nach Göteborg


BÄRBEL SPÄTHE

HAVELLAND Eigentlich ist er gar kein richtiger Havelländer, denn Ronny Ostwald wurde am 7. April 1974 in Beeskow (bei Frankfurt/Oder) geboren. Dort verbrachte er seine Kindheit und Jugend, bevor er nach Abschluss der Schule eine Maurerlehre begann, diese auch erfolgreich beendete und ein Jahr in diesem Beruf arbeitete.

Vor drei Jahren lernte der Sprinter dann eine junge Frau aus dem Ländchen Rhinow kennen, um genau zu sein, aus Stölln, einer kleinen Gemeinde im Havelland. Korinna heißt die Frau, die Stölln ihre Heimat nennt, ihre Eltern wohnen dort. Außerdem führte sie in der Nähe eine Firma und wollte die Idylle Stöllns nicht verlassen. Es blieb dem Sportler also nichts weiter übrig, als ein Stöllner zu werden. Und das fiel ihm auch nicht schwer, denn er fand mit Korinna die Frau, die Verständnis für den Sport und die damit verbundenen räumlichen Trennungen aufbrachte. Mittlerweile sind sie verheiratet und haben sich ein Haus gebaut, das sie mit Söhnchen Maxim und den zwei Hunden bewohnen.

90 Prozent der Sportler fangen ihre Karriere bereits in den Kinderschuhen an, aber Ronny kam zur Leichtathletik erst im stolzen Alter von 24 Jahren, und zwar als er nach der Bundeswehrzeit (Fallschirmspringer) eine Laufbahn bei der Bundespolizei begann und dort an polizeiinternen Meisterschaften teilnahm. Er war einfach schnell auf der 100-Meter-Strecke.

So begann die sportliche Laufbahn des Ronny Ostwald. Auch die Fußballriege des SV Rhinow, bei der Ronny, wenn es die Zeit erlaubt, trainiert und auch am Spielbetrieb teilnimmt, freute sich über die laufschnelle Unterstützung und hat ihn quasi adoptiert. Also stand dem "Einbürgerungsantrag für vollwertige Havelländer" nichts mehr im Wege. Stempel drauf!

Und jetzt hat er es geschafft. Das Jahr 2006 läuft wie das besagte Länderspiel für ihn. Natürlich war auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2004 in Athen eine besondere Station in seinem Leben, als er mit der 4x100-m-Staffel die neuntbeste Zeit lief. Jetzt startet er das erste Mal auf seiner Paradestrecke, dem 100-m-Sprint, bei der Europameisterschaft in Göteborg (Schweden), die vom 8. bis 13. August stattfindet. Qualifiziert hat er sich am vergangenen Wochenende bei den deutschen Meisterschaften in Ulm. Dort lief er die 100 m in 10,32 s und holte sich den Titel. Auch vorangegangene Wettkämpfe meisterte er mit Bravour: Ende Mai die Polizeieuropameisterschaft in Prag - 1. Platz über 100 m in 10,46 s sowie Platz eins in der 4x100-m-Staffel; Anfang Juni das Lausitzmeeting in Cottbus - 2. Platz in 10,53 s und das Askina-Meeting in Kassel - 3. Platz in 10,43 s. Mitte Juni dann ein wichtiges Ereignis: In Regensburg lief er im Vorlauf die 100 m in 10,30 s, im Endlauf in 10,24 s und qualifizierte sich mit diesem Ergebnis für den Europacup und die Europameisterschaft in Göteborg. Der Europacup brachte Ronny den 5. Platz mit einer Zeit von 10,29 s.

Nun wird fleißig trainiert und das Augenmerk auf Göteborg gerichtet. Eine Zeit unter 10,30 s sollte drin sein und das Havelland drückt die Daumen.



Märkische Allgemeine, 17.07.2006

Schneller als Odonkor

Ronny Ostwald: Sprinter und Fußballer




RHINOW Einen Titel ist Fußball-Bundesligaprofi David Odonkor los, er ist nicht der schnellste Fußballer Deutschlands. Das ist nämlich Polizeiobermeister Ronny Ostwald, der bei der deutschen Meisterschaft der Leichtathleten am Wochenende in Ulm über die 100 m (10,32 s) und mit der viermal 100-m-Staffel des TV Wattenscheid den Titel holte. Der 32-Jährige, der in Gollenberg im Havelland wohnt, war schon 2004 deutscher Sprintmeister, aber in diesem Jahr (Hallenmeister 2006) läuft es richtig rund bei ihm. Aber er blieb auch seinem Hobby dem Fußball treu. Wenn es seine Zeit erlaubt, ist er in den Wettkampfpausen für den SV Rhinow/Großderschau aktiv. Ob er dann in der ersten oder in der zweiten Mannschaft spielt ist egal, fest steht, er ist mit Abstand der schnellste Mann auf dem Platz.

In der Saison 2005/06 erzielt er fünf Treffer für die Kreisligaelf und sechs Tore für Rhinow II in der 2. Kreisklasse. "Na klar, habe ich das im Fernsehen verfolgt", freute sich sein Rhinower Trainer Dietmar Möhring über den Sieg von Ostwald. "Ronny ist vor zwei Jahren selbst zu uns gekommen und ein sehr umgänglicher Typ." rom



Deutsche Meisterschaften 15./16.07.2006
Ronny Ostwald (TV Wattenscheid 01)
Sieger 100m, 10,32 sec
„Der Titel war heute eindeutig wichtiger als die Zeit, das sind Deutsche Meisterschaften. Beim Start hatte ich noch ein kleines Problem, da bin ich fast hingefallen. Aber sonst bin ich voll zufrieden, ich bin Deutscher Meister! Mein persönliches Ziel bei den Europameisterschaften ist der Endlauf über 100 Meter. Klar ist es schön, wenn man dann im Bereich seiner Bestzeit läuft, aber die Platzierung ist wichtiger.“



Die große Ulm-Vorschau

12.07.2006

100 m Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Tobias Unger (LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg) rückt der Wattenscheider Ronny Ostwald endgültig in die Favoritenposition. Nach 2004 könnte er sich zum zweiten Mal in die Meisterliste eintragen. Marius Broening (LAV Asics Tübingen) hat in Ulm schwäbischen „Heimvorteil“. Alexander Kosenkow (beide TV Wattenscheid 01) könnte, wenn er seine leichten gesundheitlichen Probleme gut überwunden hat, für einen Platz auf dem Treppchen gut sein. Für die anderen deutschen Topsprinter geht es um die Plätze in der EM-Staffel. Stefan Wieser (TSV Bayer 04 Leverkusen), verzichtete deswegen zuletzt mit Beugerproblemen auf einen Start in Luzern (Schweiz), um die Meisterschaftsteilnahme nicht zu gefährden, wird aber top-motiviert antreten und Jagd auf die EM-Norm (10,30 sec) machen wollen.



Ronny Ostwald sieht keine Favoritenbürde

9.7.2006

Im Hinblick auf die Deutschen Meisterschaften in Ulm am nächsten Wochenende (15./16. Juli) setzt sich der in diesem Sommer bislang schnellste deutsche Sprinter Ronny Ostwald nicht unter übermäßigen Druck.

"Was für mich in Ulm zählt, ist der Titel. Ich weiß, dass ich als Favorit gelte, aber das ist keine Bürde“, sagt der Wattenscheider, der die EM-Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) bereits vor drei Wochen in Regensburg einmal abgehakt hat.

Nicht hundertprozentig zufrieden war er mit seinem Rennen am vergangenen Freitag in Cuxhaven, wo er in 10,49 Sekunden immerhin die deutsche Konkurrenz komplett hinter sich lassen konnte: "Von der Zeit her war es nicht das, was man sich erhofft hat. Im direkten Vergleich sieht es aber gar nicht übel aus."

Bei den Titelkämpfen hat er selbst noch andere Kandidaten auf der Rechnung und warnt: "Da gibt es einige, bei einer DM will doch jeder, der im Finale steht, auch gewinnen. Mit Marc Blume ist immer zu rechnen, der kann immer einen raushauen. Auch Alexander Kosenkow ist von seinen Trainingsresultaten her zu beachten. Und natürlich muss man in diesem Jahr vor allem auf Marius Broening aufpassen."



Europacup 28.06.06
Ronny Ostwald (100m; 5. Platz; 10,29 sec):
„Ich wusste schon vorher, dass es zwischen platz drei und sechs sehr eng werden würde. Ich wollte auf jeden Fall unter 10,30 Sekunden laufen und das hat geklappt. Dass Dwain Chambers wieder am Start war, hat bei meiner Vorbereitung auf den Lauf keine Rolle gespielt. Mein Start war gut.“

Staffel-Bronze vier Jahre zu spät

26.06.2006

Die deutschen Sprinter Marc Blume, Ronny Ostwald, Alexander Kosenkow und Christian Schacht erwartet eine verspätete Belohnung. Die in dieser Formation vor vier Jahren in München angetretene EM-Sprintstaffel rückt aufgrund des Dopingvergehens des Briten Dwain Chambers von Rang vier auf drei vor. Die Briten hatten den Lauf damals vor der Ukraine und Polen gewonnen.

"Es wäre super, jetzt eine Medaille zu bekommen. Aber sie kommt vier Jahre zu spät. Ich hätte lieber in München auf dem Treppchen gestanden. Ich freue mich, dass es doch noch eine Reaktion auf das Geständnis von Dwain Chambers gibt, dass er auch schon 2002 verbotene Substanzen eingenommen hat", sagt der Wattenscheider Marc Blume in einer ersten Reaktion auf die Nachricht.

Getrübt ist auch die Freude bei seinem Vereinskollegen Ronny Ostwald: "Ich weiß nicht, ob das jetzt überhaupt noch einer mitkriegt hier im Land. Ich hätte mich natürlich viel mehr gefreut, wenn ich auch vor Ort geehrt worden wäre. Kriegen wir jetzt eigentlich noch eine Medaille? Dann werde ich mich vielleicht ein bisschen mehr freuen. Auf jeden Fall werde ich mich am Mittwochabend beim Europacup mal schön bei Dwain Chambers bedanken, dass ich jetzt doch noch EM-Bronze habe!"




Ronny Ostwald nimmt Euphorie mit nach Malaga

Der momentan schnellste deutsche Sprinter Ronny Ostwald wird von der in Deutschland ausgebrochenen Fußballeuphorie beflügelt. Diese soll ihn auch beim Europacup in Malaga (Spanien; 28./29. Juni) anspornen.

„Ich freue mich, dass wir die deutschen Farben vertreten, gerade im momentanen Fußballfieber. Die Euphorie im Land ist beachtlich, davon nimmt man natürlich etwas mit nach Spanien. Am Mittwoch und Donnerstag macht die WM Pause. Ich hoffe, dass die Sportfans im Lande dann uns Leichtathleten die Daumen drücken“, sagt der Wattenscheider.

Ronny Ostwald hat zwar nach seinem tollen 100-Meter-Rennen (10,24 sec) in Regensburg vor gut einer Woche wieder leichte Probleme im Beuger bekommen, fühlt sich aber fit für den Europacup: „Es ist schon beruhigend, dass ich in Regensburg die Norm gerannt bin. Dass es soll schnell passiert ist, hat mich selber ein wenig erstaunt. Jetzt will ich mich auch in Malaga gut verkaufen. Die Konkurrenz ist sicher nicht ohne, dafür sorgt allein der Name Dwain Chambers. Dass ich auf Bahn eins starten muss, ist kein allzu großes Problem für mich.“

Am Montag trainieren die deutschen Sprinter in Kienbaum noch einmal Staffelwechsel, Dienstag geht es dann vom Flughafen Berlin-Tegel aus nach Malaga mit einem längeren Zwischenstopp in Madrid.



Regensburg 17.06.2006
Der Wattenscheider Ronny Ostwald ließ den Knoten platzen. Den 10,30 Sekunden, exakt die EM-Norm, ließ er im Finale tolle 10,24 Sekunden folgen.
Ronny Ostwald:
Im Vorlauf bin ich bereits 10,30 Sekunden gelaufen, aber da war der Start gar nicht so gut. Jetzt bei Endlauf hat er prima geklappt und die Zeit ist entsprechend. Mit der EM-Norm hätte ich eigentlich bei Europacup in Malaga gerechnet. Die Bedingungen waren heute bombig. Bei den Europameisterschaften in Göteborg möchte ich ins Finale.

Ostwald Zweiter in Cottbus
[02.06.06] Beim Internationalen Lausitzer Leichtathletik-Meeting in Cottbus hat Ronny Ostwald vom TV Wattenscheid (links im Bild) über 100 Meter Platz 2 hinter dem zeitgleichen Polen Lukacz Chyla belegt. Beide benötigten 10,53 Sekunden. "Mit der Zeit bin ich nicht zufrieden, aber was zählt, ist der direkte Vergleich. Die Bedingungen in Cottbus waren in Ordnung. 18, 19 Grad, die Sonne hat geschienen. Nur leider hat der Wind kurz vor unserem Rennen gedreht, so dass wir mit Gegenwind zu kämpfen hatten", so Ostwald.


Ronny Ostwald Polizei-Europameister
[26.05.06] Der Wattenscheider Sprinter Ronny Ostwald hat sich in Prag den Titel des Polizei-Europameisters über 100 Meter gesichert. Ostwald benötigte 10,46 Sekunden. Mit der 4 x 100 Meter-Staffel, der auch sein Vereinskamerad Sebastian Ernst angehörte, gewann er ebenfalls Gold.


 
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