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in 1100 m Seehöhe über St.Veit im Pongau (Heilklima) und dem Salzachtal gelegen ...
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Geschichtliches über St.Veit im Pongau

Das Gemeindegebiet von St. Veit im Pongau erstreckt sich sowohl nördlich als auch südlich der Salzach. Auf einer Mittelgebirgsterrasse oberhalb des Salzachtales liegt der Markt in 763 Meter Seehöhe. Das Ortsbild prägt noch heute der im 13. Jahrhundert planmäßig angelegte, rechteckige Marktplatz mit der erhaben über dessen westlichen Abschluss stehenden Pfarrkirche zum hl. Vitus.
 
Bereits zur frühen Bronzezeit (2000-1500 v.Chr.) bestand im Zusammenhang mit dem in der Gegend betriebenen Kupfererzbergbau eine Siedlung am Klinglberg. Man vermutet, daß das Lager nur im Winter besiedelt war und das Rohkupfer im Frühling die Salzach hinunter bis in die Nähe von Salzburg transportiert wurde. Zahlreiche Funde belegen auch Siedlungen nördlich des Marktes und am Brandstattbühel (1200-900 v.Chr.). In der jüngeren Eiszeit (ca. 450-15 v.Chr.) war auch St.Veit keltisches Siedlungsgebiet. Aus der Römerzeit hat sich ein im Kirchturm eingemauertes Grabrelief, auf dem ein keltisches Paar dargestellt ist, erhalten.
 
Etwa in der Zeit zwischen 800 und 1100 entstand auf der sonnigen, verkehrsgünstig gelegenen Terrasse eine Kirchensiedlung. Die erste schriftliche Nennung des Ortes wie der Pfarre („parrochia sancti Viti“) ist mit der Schenkungsurkunde des Salzburger Erzbischofs Gebhard aus dem Jahr 1074 überliefert. 1244 übertrug Erzbischof Eberhard die Pfarre an das Domkapitel. St.Veit war über Jahrhunderte die Mutterpfarre und somit ein Zentrum des südlichen Pongaues. Im Anschluss daran wurde St.Veit im Spätmittelalter (13. Jh.) zur regelmäßigen Marktanlage ausgeweitet, bereits 1284 findet man die erste Bezeichnung als „forum“ (Marktort), 1425 wurde das Marktrecht schriftlich fixiert. Seit der Säkularisierung des Domkapitels im Jahre 1807 ist St.Veit wieder eine selbständige Pfarre.
 
Die erste Kirche war einschiffig und wurde vermutlich zwischen 850 und 950 im romanischen Stil erbaut. Nach dem Brand von 1334, dem die Kirche und der halbe Markt zum Opfer fielen, wurde diese wieder aufgebaut und gleichzeitig vergrößert. In der Folgezeit wurden noch mehrere Umbauten und Vergrößerungen durchgeführt. Der noch heute bestehende Bau ist eine vierschiffige, gotische Basilika (um 1400), die einzige im Land Salzburg.
 
Zur Zeit der großen Emigration unter Erzbischof Firmian im Jahr 1731 – der Pongau war das Zentrum der Salzburger Protestanten – mussten allein aus dem hiesigen Gericht Goldegg/St.Veit 3100 evangelische Christen ihre Heimat verlassen. Ihren letzten Gottesdienst hielten sie der Überlieferung nach bei der noch heute bestehenden Pfarriachsteinkapelle. Die meisten Emigranten fanden in Ostpreußen (Litauen) eine neue Heimat. Sie wurden dort freundlich aufgenommen, aber ihr Wunsch, geschlossen angesiedelt zu werden, konnte nicht erfüllt werden. Nur den wenigsten war es gelungen, ihre Güter noch vor der Emigration zu verkaufen. Im Verzeichnis der zum freien Kauf stehenden Güter der Emigranten wurden für Goldegg-St.Veit 268 Höfe zum Verkauf angeboten. Diese Liste wurde nach Tirol, Bayern und bis ins Rheinland verschickt, um gut katholische Neusiedler zu gewinnen.
 
letzte Änderung: 08.01.2017