Das (alpenländische) "Grüß-Gott" bekommt an Weihnachten seinen tiefsten Sinn.
Der kleine "Menschensohn" in der Futterkrippe ist nicht ein bloßes Geschöpf.
"Seinetwegen ( durch ihn)
hast Du alles erschaffen!" (2. Hochgebet).
Das wäre natürlich ein glatter Unsinn oder Widerspruch,
wenn das Jesuskind ein gewöhnliches Menschenkind sein sollte.
Denn durch ein einzelnes irdisches Geschöpf, das es noch gar nicht gab, konnte die Erschaffung aller Wesen nicht veranlaßt oder motiviert worden sein.
Nur einer ebenbürtigen göttlichen Liebe zuliebe hat ER alles erschaffen.
Gott, der wie wir Christen glauben, in sich ein dreipersönliches
Wesen ist,
hat als Vater dem ewigen Sohn zuliebe
in der mütterlichen
Kraft des gemeinsamen Schöpfergeistes
das Universum geschaffen.
Das Wunder der Weihnacht besteht aber darin, dass der
dreieinige Schöpfergott sich an seine unvollkommene Schöpfung
um jeden Preis
unlösbar binden und sich ihr mitteilen wollte:
Nicht als strahlender Engel oder
hochintelligenter Weltraumbewohner, sondern als irdischer, leidensfähiger
Mensch,der aber schon als kleines, schwaches, abhängiges Wesen in sich die geistige und auch materielle Welt verkörpert.
In eine Futterkrippe für Tiere, die ja auch Geschöpfe Gottes sind, legt sich lächend der Menschensohn, will uns mitteilen, wie sehr Gottt alle liebt und wartet auf bereitwillige Helfer für eine bessere ewigkeitstaugliche Welt.
In der Krippe liegt der menschliche Zugang zu Gott.
In der Krippe liegt der Schwerpunkt des ganzen Universums und der Weltgeschichte.
Mit seiner Menschwerdung macht sich der ewige König zu unserem Bruder und adelt damit grundlegend das Menschsein.
Diese unglaubliche kosmische Würde, die Gott durch seine Menschwerdung der irdischen Welt und jedem menschlichem Wesen zugemutet hat, meinen wir Christen auch, wenn wir anderen Menschen begegnen mit einem frohen und zuversichtlichem "Grüß Gott" .
Besonders alle auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Getauften tragen in ihrer Menschenwürde das unauslöschbare Siegel des Menschensohnes.
Wer es fassen kann, der fasse es!
Also : "Grüass Enk Gott alle miteinand!"
Gesegntete familiäre Weihnacht,
frohes Fest der neuen Menschenwürde!
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