Schweinehax statt cheating sluts (2010)

Die Enthaarung eines Sacks

mit Streifen aus speziellem Wachs.

That's something which extremely sucks,

because it hurts your holy nuts.

Aber Deine Freundin mags.

Wenn Du darüber jedoch klagst,

soon you'll see her how she hugs,

not you, but other nasty bucks.

So schnell fand sie für Dich Ersatz.

Die Typen sind total verratzt.

But sometimes life hides also lucks,

even when it seems it bugs.

Drum gönn' Dir weißen Wein und Lachs

oder Bier und Schweinehax.

Then you'll don't care when she fucks,

other guys with injured nuts.

 

Ver-Heiratet! (2009)

Ich stand an einer Bude an und wartete schon ziemlich lang. Bereits verspürte ich Harndrang. Als mir der Schweiß schon runterrann, war ich schließlich auch mal dran. Ich sagte laut: „Na endlich, Mann!“ Da lächelte mich eine an und fragte ob sie vor mich kann. Ich dachte nur: „Jetzt reicht es dann!“ Doch sie zog mich in ihren Bann.

Ich nickte nur und blieb dann stehen. Ich ließ die Schöne vor mich gehen. So konnte ich sie besser sehen. Sie wackelte mit ihren Zehen, der Wind ließ ihre Haare wehen. Sofort war es um mich geschehen. So ließ ich mir den Kopf verdrehen.

Ich benahm mich wie ein Narr. Kurz darauf war'n wir ein Paar. Was ich erzähl' ist wirklich wahr. Nach nicht mal einem halben Jahr standen wir vorm Traualtar. Ich hoffte, daß ich Steuern spar. Doch dann wurde es mir klar, daß es eine Dummheit war.

Ich war naiv, muß ich gestehen. Hätt' ich es vorher kommen sehen. Sie kann nicht kochen und nicht nähen, doch trotzdem muß ich Rasen mähen. Das zerstört die besten Ehen. Was soll ich tun, wer hat Ideen?

Mannes Wort kann man noch trauen, doch schwierig ist es mit den Frauen. Am nächsten Morgen kommt das Grauen, sie verzieht die Augenbrauen und wetzt dabei ihre Klauen. Das heißt mal wieder schlechte Launen, am liebsten würd' ich sie verhauen, um Aggressionen abzubauen bevor sich Wut und Haß aufstauen.

Hab nie geblickt, wie's bei ihr tickt. Ich sprach zu ihr: „Let's do it quick!“ Doch sie hat nur rumgezickt. Es wäre ihr grad nicht geschickt. Ich war geknickt. Ich gab ihr darauf einen Tritt. Sie schaut mich an mit bösem Blick. Ich wollte doch nur meinen Spaß. Mir reichts, jetzt hol ich einen Strick und brech ihr damit das Genick.

Oder nehm ich lieber Gas? Vorher überdenk ich das. Ich füll' mir deshalb Wein ins Glas und mache meinen Gaumen naß. „Achtung, Leber! 'S kommt etwas.“ Ich leer das ganze Rotweinfaß. Erledigt wie ein altes Aas, leg ich mich danach in das Gras.

Nach langem Schlaf erwach' ich dort. Ich werf' jetzt alles über Bord. Tugend und Moral sind fort. Allein gilt jetzt die Tat, nicht Wort. Das Maß ist voll, jetzt hilft nur Mord.

Von reichlich Alkoholverzehr ist mein Kopf noch immer schwer, da hilft auch kein Geschlechtsverkehr. Ich laufe wie in Trance umher. Das glaub ich nicht: Das Gas ist leer. Es zu versteh'n bringt auch nix mehr, das Leben ist nicht immer fair. Jetzt lad' ich mein Gewehr. Halt! Lieber nehm' ich einen Speer, weil der Schuß von dem Gewehr ohne einen Schalldämpfér, auf jeden Fall zu lautstark wär.

Wo ist die Frau, ich find sie nicht. Deshalb schalt' ich ein das Licht. Da zeigt sie nun ihr wahres G'sicht: Ich seh' sie ohne Make-Up-Schicht, als mir vor Schreck das Glas zerbricht. Sieht aus wie Roland Emmerich. Und noch immer bin ich dicht. Schönsaufen, hilft also nicht. Drum tu' ich jetzt auch meine Pflicht.

Ich nehm' den Speer, ich setze an. Ich zög're noch, weil ich nicht kann. Sie schreit: „Was machst Du, Mann?“ Ich denke: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Plötzlich ruft mich jemand an. Ich bin so blöd und geh noch ran. Denn ich bin der Telephonmann. Ich bin zu spät, 's ist keiner dran. Und ich hab eine Chance vertan.

Ich bin beschwipst von zu viel Wein und stolp're übers eig'ne Bein. Ich falle in den Speer hinein. Dieser bohrt sich in mich rein. Mir wird schlecht und ich muß spei'n. Sie hatte also wieder Schwein. Für mich wird’s das gewesen sein.

 

Leidenschaft (2009)

ist nicht der Liebessaft,

sondern vor allem die Kraft,

die das Leiden erschafft.

Freude, Liebe, Partnerschaft.

Poppen bis das Glied erschlafft,

während der Nachbar durchs Fenster gafft.

Heirat, Scheidung, Einzelhaft.

Die Wunde am Herzen klafft,

bis man schließlich rafft,

daß mans auch alleine schafft.

Mit einer Dose Drei-Wetter-Taft

und Wodka mit Orangensaft,

wenn man zugleich Zigarre pafft.

 

© Fritz Köcher, 2009/2010