Unser über 3000m² großer Garten in Graz- Mariatrost mit jeder Menge Löwenzahn und Brennessel forderten mich anfangs als „zuagraste“ Wienerin ordentlich heraus. Soviel Röhrlsalat kann man zu zweit gar nicht essen, als es da an Löwenzahn gab. Brennesselspinat – für mich unvorstellbar.

So machte ich mich über „Herrn Internet“, vielerlei Fachliteratur und Seminare schlau, was man mit all dem lästigen „Unkraut“, das die meisten eigentlich aus dem Garten verbannen, machen kann. Ein Seminarkollege sagte: „Wann uns're Muatta wüssat, was ma ois von der g'mahten Wies'n ess'n kann“.

Aus Löwenzahn entstand nicht nur Röhrlsalat, sondern ein wunderbarer Honigersatz (sehr beliebt bei Veganern, aber auch vielen anderen), Löwenzahnsirup u.v.m. Neben Löwenzahn und Brennessel entdeckte ich immer mehr Kräuter, die zu meinem Lebensinhalt wurden. Nun werden jedes Jahr in unserer Energie- und Fruchtoase vielerlei Kräutersirupe, Kräutersalze, Kräutertees hergestellt, die sich mit Fruchtaufstrichen, Fruchtsirupe u.v.m. ergänzen. Dazu gesellen sich, je nach Jahreszeit, Produkte wie „Kräuter-und Blumensaatbomben“, Kräuterpestos, Kräuteröle.

Die (Wild)kräuter und Früchte beziehe ich hauptsächlich aus unserem Garten, der fern vom Autoverkehr liegt, bzw. aus der Nachbarschaft und abgelegenen Bergwiesen und Wäldern.

Sogenannte (Un)kräuter wurden für uns zu wunderbaren Gewächsen, die auch ihrer Beachtung wert und für vielerlei Lebewesen Nahrung sind. Wie auch für unsere fleißigen Bienen, die seit bald drei Jahren zu unserem „ver-rückten“ Leben mit Hühnern, Katze, Vögel, Wild-,Bei-,Ess-,Heilkräutern und jeder Menge an Früchten gehören.